Dienstag, 12. Oktober 2010

Sequenzen

Bei der Kinderfotografie steht der Auslösemechanismus öfter auf der Einstellung Sequenz. Warum? Kinder wechseln so schnell und oft den Gesichtsausdruck, verziehen den Mund, machen die Augen auf und zu, strecken die Zunge raus, die Hände gehen vor das Gesicht undundund. Deshalb schieße ich mehrere Fotos von einer Situation. Nachher kann ich dann den richtigen Ausdruck selber aussuchen.

Mit dieser Einstellung kommt öfter als man denkt ein wirklich schöner Seiteneffekt zustande - man findet eine zusammenhängende Sequenz. Das fällt mir immer beim durchblättern der Fotos auf wenn sich wirklich nur eine Nuance im Bild ändert.

Der Witz ist dass eigentlich schon 3-4 Bilder ausreichen um eine kleine Sequenz zu erstellen. Das reicht erstmal um einen Lacher in der Familie zu ernten. Ein kleines HowTo zur Erstellung wird folgen!

Donnerstag, 17. Juni 2010

Was uns antreibt

Sehr schönes Video gefunden bei den Netzpiloten von Daniel Pink welches die RSA in eine neue Präsentationsform gebracht hat. Ich finde es passt nicht nur zu Arbeitnehmern sondern auch zur Fotografie, insbesondere den vielen Hobby und Amateurfotografen. Der Antrieb sich immer weiter mit dem Thema Fotografie zu beschäftigen, daran zu arbeiten und seine Fotos zu zeigen ist nicht das Geld - es ist das Streben sich immer weiter zu verbessern und sein Können auszuweiten.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Yahoo Pipes

Der Artikel war schon seit einiger Zeit fertig, dann tauchte wieder einmal eine Idee im Kopf auf - Warum nicht statt einem ellenlangen Textartikel ein Video Tutorial aufzeichnen? Gedacht, getan, voila hier ist es!


Video Tutorial - Yahoo Pipes from Bernd Weymann on Vimeo.

PS: Wenn Ihr oben den Titel "Yahoo Pipes" klickt kommt Ihr zur Originalversion des Videos. Im feed sollte ein entsprechender Link vorhanden sein!

Donnerstag, 22. April 2010

Komisch

Die Gründung des Nebengewerbes ist ja mittlerweile durch. Brav werden Rechnungen und Unterlagen für die Buchhaltung gesammelt und man ist vorbildlich bei der Handwerkskammer eingetragen. Dort bekommt man dann auch ein unscheinbares Plastikkärtchen. Darauf steht welches Handwerk eingetragen wurde - Fotograf.

Ich wundere mich allerdings hier und da welche Wirkung dieses kleine Kärtchen auf einige Menschen hat. Ganz egal ob man eine super Webseite hat, klasse Bilder bei Flickr oder irgendwelche andere Referenzen hat - nein die Plastikkarte bescheinigt ordnungsgemäss dass man ein top Fototgraf ist der sein Handwerk versteht.

Vorher: Hm, ja, ganz schöne Bilder - nach Besichtigung der Karte: Ooohh, du bist Fotograf. Ja toll, sieht wirklich gut aus.

Keine Ahnung ob die das wirklich so meinen oder ob irgend etwas anderes dahintersteckt. Vielleicht ist das Wissen auch noch nicht so verbreitet, dass jeder der einen Knopf am Fotohandy bedienen kann diese mächtige Handwerkskarte beantragen kann. Trotzdem scheint sowas doch immer noch Eindruck zu schinden - komisch halt!

Mittwoch, 24. März 2010

Mustang Shooting - Post Processing

Heute möchte ich ein Bild aus dem Mustang Shooting vorstellen und die Nachbearbeitung zeigen. Ich finde es toll wenn die richtigen Profis einige Tricks Ihrer Nachbearbeitung zeigen und ich möchte dies als Lernender ebenfalls weitergeben.

Das Motiv - Bullitt
Als Bild habe ich eine totale Einstellung gewählt. Der Wagen ist schräg von vorne komplett zu sehen mit der Umgebung vom Parkhausdeck. Als Namen habe ich Bullitt gewählt. Klar, es handelt sich um den Film mit Steve Mc Queen mit der zu dieser Zeit spektakulären Verfolgungsjagd mit seinem Ford Mustang. Ok ok, Farbe stimmt nicht aber ich erlaube mir etwas künstlerische Freiheit.


Lightroom
Die Bearbeitung beginnt in Lightroom. Hier die wichtigsten Punkte die ich erledigt habe:
  • Schief - ganz einfach im Original zu erkennen. Mit dem Werkzeug zum Begradigen leicht zu beheben
  • Dunkel - der Wagen ist mir etwas zu dunkel. Das Aufhelllicht macht hier einen guten Job im Bild. Der Wagen wird aufgehellt die bereits helle Umgebung verändert sich allerdings kaum
  • Blautöne - in der Frontscheibe, auf den Felgen und im Asphalt spiegelt sich der blaue Himmel wieder. Hier möchte ich allerdings den blanken Chrome sehen. Deshalb ist die Sättigung von blau auf fast 0 reduziert. Das der leicht bläuliche Himmel jetzt weiss ist stört mich nicht. Wer es mag kann mit einem Verlaufsfilter das sanfte blau im Himmel wieder zurückholen.
  • Klarheit - den körnigen Asphalt möchte ich bisschen knackiger. Problem - der Wagen soll so bleiben! Also habe ich eine virtuelle Kopie angelegt. Für das jetzige Bild ist mir der Wagen wichtig. Auf der neuen Kopie erhöhe ich den Klarheits- und Kontrastwert. Das macht den Aspahlt sehr körnig und klar allerdings ist der Wagen jetzt nicht mehr so schön

Nach der Bearbeitung in Lightroom sind jetzt zwei Bilder vorhanden: Eins für den Wagen und eins für die Umgebung. Im Gimp werden diese wieder verheiratet.

Gimp
Wie bereits oben erwähnt soll Gimp die beiden Vorlagen jetzt zu einem guten Bild zusammenführen. Zusätzlich dazu möchte ich die Scheinwerfer unschärfer erscheinen lassen um das Motiv noch weiter in den Vordergrund zu rücken. Deshalb werden 3 Layer angelegt
  1. Layer - weichgezeichnetes Bild für die unscharfen Lampen
  2. Layer - Bild mit kontrastreicher Umgebung
  3. Layer - Bild mit hellen farbgetreuen Ford Mustang 
Hier die drei Layer in Gimp. Diese Layer werden mit Ebenenmasken zusammengefügt. Der Layer Hintergrund wird mit dem gaußschen Weichzeichner unscharf gemacht. Den exakten Wert kann man einfach asuprobieren und nachher auch korrigieren - fangt einfach mal bei 40 an. Der Layer Bullitt_Background vorgesehen für die Teilung des Hintergrundes in scharf / unscharf- Unten der Asphalt wird scharf gezeichnet der unscharfe obere Teil kommt vom Hintergrund Layer.

Der Layer Bullitt_Mustang ist für den Wagen selber. Hier muss in der Feinarbeit das Auto mit dem Pinsel nachgemalt werden damit dieser ganz oben auf dem Bild erscheint. Hier ensteht das Problem dass durch den gaußschen Weichzeichner und das rote Auto ein kleiner "Halo" rund um die Kanten ensteht. Dies habe ich mit dem Werkzeug verwischen behoben.

Nach dieser Bearbeitung kommt durch die totale Einstellung ein wenig der Miniatureffekt zum Vorschein - der Mustang sieht ein wenig aus wie ein Miniatur Modellauto. Allerdings finde ich diesen Effekt hier nicht sehr übertrieben an.

Zum Abschluss noch der endgültige vorher / nachher Vergleich.
So, dies war mein erster Nachbearbeitungspost und ich werde bestimmt noch einige folgen lassen.